Zwei 3. Plätze bei der Traummeile
Lehrer siegen beim VolleyballAlljährliches Volleyballturnier der Lehrer in Bielefeld
TischtennisturnierSchulmeisterschaften der 5. Klassen an der GBS
Bingo Tag HandwerkZu Gast bei unserem Kooperationspartner Schröder Maschinenbau Werther
Weiterer Erfolge bei den HallenstadtmeisterschaftenJungen (Klasse 8-10) holen den Titel, Jungen 7/8 und 5/6 werden Vizestadtmeister
Besuch beim UmweltclownZu Gast bei den Stadtwerken
Respekt kommt anBenimm-Kurs an der GBS
Erfolg bei den HallenstadtmeisterschaftenGBS Fußballerinnen sind Stadtmeister
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| Theaterarbeit an der Gertrud – Bäumer - Schule |
| Seit vielen Jahren gibt es inzwischen eine regelmäßige Theaterarbeit an der Schule, meistens als Arbeitsgemeinschaft, darüber hinaus aber auch immer mal wieder als besonderes Projekt für eine Klasse oder Gruppe, wenn es die Stundentafel erlaubt. In diesem Schuljahr konnte auch ein Theaterprojekt in das Förderkonzept innerhalb des Faches Deutsch in einer Klasse integriert werden. Während früher meistens Theater im Wahlpflichtbereich der Jahrgänge 9 und 10 angeboten wurde, wurde inzwischen dieses AG-Angebot - bedingt durch das neue Schulgesetz - in die Jahrgänge 6 und 7 verlagert. Gruppen aus den 6. , 7. und 9. Jahrgängen sind vielfach dabei gewesen beim integrativen Theaterfestival der Schule Am Möllerstift, bei „Kids on Stage“ im Trotz – Alledem - Theater oder der Schultheaterwoche im Theater am Alten Markt. Als ganz besondere Auszeichnung kann man es wohl bezeichnen, dass die Theater – AG des 9. Jahrgangs zweimal ausgewählt und eingeladen wurde auf Landesebene, 1998 mit einer Eigenproduktion zu Handkes „Die Stunde, da wir nichts von einander wussten“ zur Woche der Schulkultur NRW nach Soest und 2001 mit einer Eigenproduktion zum Thema „Zeit“ nach Duisburg. Vielfältige Anregungen konnten die Schülerinnen und Schüler von diesen Tagen des Austausches mit anderen Gruppen und der gemeinsamen experimentellen Arbeit mitnehmen. Im Jahr 2007 erhielt die Theater - AG der 6. Klassen bei der Schultheaterwoche Bielefeld mit ihrer Szenencollage " Es darf gedacht werden! " einen eigens für sie geschaffenen Sonderpreis ( Einladung in die Loge der Arminis zu einem Bundesligaspiel ), weil sie die Jury mit ihrer Spielfreude und Kreativität besonders beeindrucken konnte. Gelegenheit, die Arbeit zu präsentieren, bietet die alle zwei Jahre stattfindende Werkschau der Schule. Anlässlich des Jahresprojekts „Gesundheit – Krankheit - Leben“ (unter anderem auch eine Auseinandersetzung mit unserem Kooperationspartner Städtische Kliniken Bielefeld) gab es im Sommer 2008 eine Werkschau zu diesem Motto mit vielerlei Ausstellungsprojekten aus den Bereichen der Ästhetischen Bildung. In diesem Rahmen wurde auch ein unterhaltsames Bühnenprogramm präsentiert, zu dem die Theater - AG der 6. und 7. Klassen viele selbst entwickelte Szenen beisteuerte, in denen es um die Angst vor Spritzen, zu viele Medikamente, hohe Kosten im Gesundheitswesen oder Bauchschmerzen ging. Eine Projektgruppe einer 9. Klasse steuerte eine Episode aus der Krankenhaus - Soap „Teuto Hope" bei. Theaterspielen wird oft missverstanden als das „Nachspielen“ fertiger Stücke, das Lernen von vorgegebenen Rollen – demgegenüber steht der Gedanke, dass der Prozess der eigenen kreativen Auseinandersetzung mit einem Thema, einer Fragestellung, einem kleinen Text, einem Gegenstand, einer Musik, einem Bild... entscheidend ist. Die Akteure schärfen ihre Sinne ständig für das, was sich auf der Bühne vollzieht, sie üben sich in Vertrauen und Kooperation, erproben selbstbewusstes spontanes Handeln, lernen Reduktion und das Entwickeln eigener Bilder. In wohl keinem anderen Bereich werden so viele Sinne des Menschen gleichzeitig angesprochen, gefördert und gebildet, werden die Wahrnehmung der eigenen Identität und das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler so gestärkt. Unsere Schule verfügt nicht über eine große Bühne und große Theatertechnik (obwohl wir uns schon ein bisschen mehr davon wünschen...), Probenraum ist in der Regel die Sporthalle, aber gerade in dieser Beschränkung liegen große Reize, etwas Eigenes, etwas Neues, etwas Ungewohntes zu entwickeln, dem gängigen Publikumsgeschmack entgegen zu treten, der medienvermittelten Bilderflut die Reduktion entgegen zu setzen. Wir arbeiten lustvoll, körperlich, sinnlich - aber wir versuchen auch über Grenzen zu gehen und Irritationen zuzulassen. Und so ist es kein Zufall, dass wir oft nur Fragmente als Ergebnis unserer Arbeit aufführen, Werkstattarbeit sozusagen, immer aber Eigenproduktionen! In letzter Zeit gibt es immer mehr Schülerinnen, die in die Theater - AG kommen mit der Idee im Kopf, der nächste "Superstar" zu werden, die sich selbst entsprechend gängiger Medienklischees präsentieren wollen. Dies macht oft Auseinandersetzungen nötig, denn unsere Arbeit folgt theaterpädagogischen Konzepten und zwingt oft zur Reibung. Das Theatertraining fordert die Kinder und Jungendlichen mit ihrer ganzen Persönlichkeit, es verlangt auch Arbeitseinsatz, Konzentration und Achtsamkeit, Kooperation und die Einhaltung von Regeln im Interesse der Gruppe und eines förderlichen Arbeitsprozesses. In einem festen Rahmen allerdings bietet sie vielfältige Möglichkeiten, über sich hinaus zu wachsen, Neues zu wagen, sich selbst besser kennen zu lernen, sich als Mitglied einer Gruppe zu erfahren und mit der Gruppe im Rampenlicht zu stehen und Applaus entgegen zu nehmen. |
| A. Jupke |