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Geschlechterbewusste Pädagogik an unserer Schule

 hat Tradition

„Rollenerwartungen und -zuweisungen beginnen in dem Moment, in dem ein Mensch als Mädchen oder Junge erkannt wird – spätestens also nach der Geburt. Schon Kleinkinder wissen, welches Geschlecht sie haben und wie sie sich entsprechend verhalten sollen.“(vgl. http://www.gender-nrw.de/index.php?id=24). Somit ist es für unsere Jungen und Mädchen elementar sich damit auseinanderzusetzen und sensibilisiert zu werden. Sie sollen in der Lage sein Geschlechterrollen zu erkennen, reflektieren und kritisch betrachten sowie begreifen, dass diese veränderbar sind.

Seit ca. 20 Jahren werden in unserer Schule Projekte für Mädchen und Jungen angeboten. Zu Beginn waren es vor allem Projekte zur Berufsorientierung und zur geschlechtsspezifischen Gewaltprävention. Hierfür kamen außerschulische Teamer an die Schule. Daneben haben Lehrerinnen und Lehrer in unserer Schule vor ca. 11 Jahren angefangen Projekte im Bereich der Mädchen- und Jungenarbeit anzubieten. Zum Beispiel hat im Schuljahr 2013/2014 der gesamte 7. Jahrgang an dem Gender Parcours der „Fachstelle Gender NRW“ teilgenommen, durch den sich die Jungen und Mädchen durch Gesprächskreise und Rollenspiele mit den veränderbaren Geschlechterrollen aktiv auseinandergesetzt haben.  
Solche Projekte sind zunehmend in unseren Schulalltag aufgenommen worden, sodass wir inzwischen nicht mehr von Einzelprojekten, sondern von einer durchgängigen Arbeit sprechen können, die durch weitere Initiationsprojekte ergänzt wird. In diesem Sinn führen wir daher geschlechterbewusste Pädagogik an unserer Schule durch.

In vielen Fächern wird der Unterschiedlichkeit von Jungen und Mädchen sowohl bei der Themenauswahl als auch bei der Methodenwahl Rechnung getragen. So wird beispielsweise der Sexualkundeunterricht in den verschiedenen Schulstufen zeitweise getrennt unterrichtet, um den Bedürfnissen der Mädchen und Jungen gerecht zu werden. Im Sprachunterricht werden Lektüren ausgewählt, die sowohl Mädchen als auch Jungen als Hauptfiguren haben. Im Geschichtsunterricht wird explizit bei jedem Thema auf die Rolle der Frau in der Geschichte eingegangen. Im Physikunterricht werden erlebnisorientierte Einstiege gewählt, die kein physikalisches Vorwissen benötigen, sodass die Mädchen keinen Nachteil durch ihr fehlendes Vorwissen haben.

Sowohl bei der Auswahl der Schwerpunktklassen „naturwissenschaftlich-technisch“/„sportlich-sozial“, den Mitgliedern der Technikkurse sowie Werkstätten („Technik“, „Informatik“ usw.) als auch bei den Betriebserkundungen im technischen Bereich werden insbesondere die Mädchen gefördert. Dieses gilt umgekehrt auch für die Jungen in Bezug auf die Zuweisung in die Schwerpunktklasse „musisch-künstlerisch“ und die Werkstätten („Kochen“, „Textil“ usw.), damit sie die Möglichkeit erhalten sich ästhetisch aber auch hauswirtschaftlich entwickeln zu können.

Bei der Festlegung Werkstätten werden sowohl Themen für Mädchen als auch für Jungen angeboten. Insbesondere die „GPS-Werkstatt“ ist bei den Mädchen und die „Textilwerkstatt“ bei den Jungen beliebt.

Eine besondere Aufmerksamkeit richten wir im Bereich der geschlechterbewussten Pädagogik auf die 5. und 6. Klassen. Diese Schülerinnen und Schüler, die am Anfang ihrer Pubertät stehen, nehmen in unserer Schule regelmäßig an der Mädchen- und Jungenarbeit teil. Im wöchentlichen Wechsel treffen sich die Mädchen in einer Mädchenkonferenz und die Jungen in einer Jungenkonferenz.
 
Neben dem regelmäßigen Austausch ohne die Begutachtung durch das andere Geschlecht, frei von dem Bedürfnis diesem zu imponieren, können die Mädchen „unter sich“ und die Jungen „unter sich“ Probleme und „kritische“ Themen besprechen. Neben den vielen Gesprächen werden regelmäßig Übungen durchgeführt, die insbesondere das Selbstbewusstsein der Jugendlichen stärken sollen. In Gesprächen, aber vor allem mit praktischen Übungen, sollen sich die Mädchen uNeben dem regelmäßigen Austausch ohne die Begutachtung durch das andere Geschlecht, frei von dem Bedürfnis diesem zu imponieren, können die Mädchen „unter sich“ und die Jungen „unter sich“ Probleme und „kritische“ Themen besprechen. Neben den vielen Gesprächen werden regelmäßig Übungen durchgeführt, die insbesondere das Selbstbewusstsein der Jugendlichen stärken sollen. In Gesprächen, aber vor allem mit praktischen Übungen, sollen sich die Mädchen und Jungen mit ihrem Körper, ihren Gefühlen, ihrer Kommunikationnsfähigkeit, ihren Grenzen und ihrer Wahrnehmung auseinander setzen. Ziel dieser Arbeit ist die Förderung der gewaltfreien Konfliktfähigkeit und der Fähigkeit ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Für diese Arbeit steht ein spezieller Raum zur Verfügung, der unsere Jungen- und Mädchenarbeit überhaupt erst in diesem Umfang ermöglicht. Ergänzt wird diese regelmäßige Arbeit durch Einzelprojekte, die z.T. auch den älteren Schülerinnen und Schülern zu Gute kommen.nd Jungen mit ihrem Körper, ihren Gefühlen, ihrer Kommunikationnsfähigkeit, ihren Grenzen und ihrer Wahrnehmung auseinander setzen. Ziel dieser Arbeit ist die Förderung der gewaltfreien Konfliktfähigkeit und der Fähigkeit ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Für diese Arbeit steht ein spezieller Raum zur Verfügung, der unsere Jungen- und Mädchenarbeit überhaupt erst in diesem Umfang ermöglicht. Ergänzt wird diese regelmäßige Arbeit durch Einzelprojekte, die z.T. auch den älteren Schülerinnen und Schülern zu Gute kommen.
Jährlich nehmen unsere Jungen und Mädchen an dem „Boy`s and  Girls´ Day“ teil, der ihnen den Einstieg in soziale Berufe erleichtern soll. Eine kleine hausinterne Evaluation hat 2005 gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler ein großes Interesse an diesem Tag hatten und sich die Erwartungen der Jugendlichen überwiegend erfüllen. Sie halten ein solches Schnupperpraktikum daher für grundsätzlich sinnvoll und lohnend. Die Auswertung des Tages hat jedoch auch ergeben, dass sich die meisten Jugendlichen nicht vorstellen können, später in „geschlechtsuntypischen“ Berufen zu arbeiten. Im Gegenteil, das Praktikum hat sie in ihrer Meinung bestätigt, dass die untypischen Berufe nicht für sie geeignet sind. Mädchen geben vor allem fehlendes „Interesse“ und die Tatsache, dass sie „andere Vorlieben“ haben, als Gründe an. Unsere Jungen haben Kindergärten und Grundschulen besucht. Sie lehnen diese Arbeitsstätten ab, weil ihnen das Arbeiten mit Kindern zu „nervig“ und „stressig“ ist. Die Auswertung der Fragebogenaktion hat folgende Frage aufgeworfen: „Bricht unser Konzept der Berufsorientierung und Lebensplanung traditionelle Rollenbilder und ihre entsprechende Berufswahl wirklich auf?“
Deshalb wird geplant, dass alle Mädchen und Jungen, die diesen Schnuppertag nicht nutzen, zur gleichen Zeit an dem Projekttag „Haushaltsführerschein“ teilnehmen müssen. Dabei sollen sie  typische Aufgaben (z.B. Knopf annähen, Fenster putzen usw.) erledigen, die in jedem Haushalt anfallen. Hierdurch sollen die o.g. Fragen teilweise aufgegriffen werden.
Die Ergebnisse der Evaluation des Girls´ and Boys´ Days zeigen aber auch, wie wichtig die Elternarbeit in diesem Bereich ist. Damit Schule und Elternhaus Hand in Hand gehen, wird jedes Jahr ein Elternabend zur Mädchen- und Jungensozialisation und zur geschlechterbewussten Pädagogik an unserer Schule angeboten. In Theorie und Praxis erfahren die Mütter und Väter etwas über die Theorien zur Sozialisation von Kindern und die Arbeit in unseren Jungen- und Mädchenkonferenzen.
I.Beinfohr